05901-9796-0 Haben Sie Fragen?

10 Fakten zu ätherischen Ölen

1. „Ätherisch“= flüchtig

„Ätherisch“ wird als Wortbedeutung mit himmlisch, vergeist, zart, angenehm, wohlriechend, flüchtig und federleicht übersetzt und sagt damit schon etwas über die Beschaffenheit dieser Öle aus. Technisch gesehen sind es keine Öle, da sie keine Fettsäuren enthalten, woraus ein richtiges Öl normalerweise besteht.

2. Ätherische Öle fetten nicht

Ätherische Öle sind aus vielen verschiedenen chemischen Verbindungen zusammengesetzt. Sie sind fettlöslich, enthalten jedoch keine Fette.

Qualitativ hochwertige reine ätherische Öle lassen sich ganz leicht prüfen: Um das Öl auf Reinheit zu untersuchen, geben Sie einen Tropfen auf ein weißes Stück Papier (Kopierpapier ist ideal) und lassen Sie es trocknen. Falls sich ein öliger Ring bildet, handelt es sich nicht um ein reines ätherisches Öl. Es gibt Ausnahmen, da manche Öle sattere Farben und eine schwerere Konsistenz aufweisen und somit eine leichte Verfärbung hinterlassen, welche jedoch nicht fettig sein sollte. Diese Ausnahmen sind Sandelholz, Patchouliöl sowie deutsche Kamille.

3. Ätherische Öle – von Natur aus gegen Keime, Viren und Pilze

Ätherische Öle sind Vielstoffgemische mit herausragenden Eigenschaften im Kampf gegen Ihre Fressfeine. Im Gegensatz zu beispielsweise Antibiotika haben ätherische Öle eine extrem komplexe Struktur. Einige enthalten mehr als 500 Stoffe, deren Beschaffenheit, abhängig von Herkunft, Jahreszeit und Erntezeitpunkt, immer aufs Neue variiert.

Diese Stoffvielfalt verhindert dass Keime und Krankheitserreger – wie bei Antibiotika- „lernen“ können. (Antibiotikaresistenz). So kann beispielsweise Teebaumöl selbst in verdünnter Form seine Wirksamkeit gegen Staphylokokkus aureus, Escherichia coli und weitere Bakterienarten entfalten.

Erstaunliche Effekte wurden auch bei Herpes simplex mit ätherischen Ölen aus der Myrthenfamilie erzielt – sie trugen erheblich zur Verkürzung des Infektes bei.

Ätherisches Öl aus portugiesischem Lavendel konnte seine pilzfeindlichen Eigenschaften gegen Hefe- und Fadenpilze in verschiedenen Konzentrationen entfalten.

4. Ätherische Öle reinigen die Luft

Durch die keimtötenden Eigenschaften der ätherischen Öle kann die Keimbesiedelung der Luft wirksam reduziert werden.

In einem geschlossenen Raum wurden 210 verschiedene Bakterienarten, unter anderem auch Staphylokokken und Schimmelpilze, festgestellt. Nach 30 Minuten Versprühen von ätherischen Ölen waren nur noch 4 Keimarten nachweisbar.

5. Ätherische Öle könne Schmerzen lindern

Nelken gegen Zahnschmerzen sind ein altbekanntes Mittel. In Studien kam man zu einem ähnlichem Ergebnis wie bei dem Lokalanästhetikum Procain.

In Tierstudien wurde gar festgestellt, dass ätherisches Öl aus Lorbeer ähnlich schmerzlindernde Eigenschaften wie Morphinpräparate aufwiesen. Getoppt wurde diese Wirkung durch den zusätzlich entzündungshemmenden Effekt des Lorbeeröls.

6. Ätherische Öle – Psychiater mit Geruch

In der Aromatherapie werden ätherische Öle zur Entspannung, Stimmungsverbesserung und bei Demenzpatienten mit Erfolg zur verbesserten Erinnerung eingesetzt.

Ätherisches Öl aus Salbei ähnelt in seiner Wirkungsweise modernen Alzheimermedikamenten. Sie könne je nach Verdünnungsgrad die Acetylcholinesterase unterdrücken.

7. Ätherische Öle vs. Pharmaindustrie

Das Interesse der Pharmaindustrie an Studien über die Wirksamkeit von ätherischen Ölen ist nicht sehr groß. Kaum ein Pharmakonzern steckt Millionen in ein Naturprodukt, welches sich aufgrund seiner Vielstofflichkeit nicht patentieren lässt.Nach erfolgreicher Testphase wäre das Produkt von der Konkurrenz beliebig kopierbar. Zudem besteht das Grundprinzip der modernen Pharmakologie auf Einzelsubstanzen und deren Wirkungsweise im Körper. Ätherische Öle mit mehreren Hundert noch nicht einmal vollständig erforschten Molekülen stellen hier ein unlösbares Problem dar.

8. Ätherische Öl –isolierte Einzelsubstanzen sinnvoll?

Die Wirksamkeit von isolierten Einzelsubstanzen aus ätherischen Ölen ist erwiesen. Häufig werden diese Einzelsubstanzen einfachheitshalber sogar synthetisch hergestellt und als „naturidentisch“ angepriesen. Kritiker diese „Deklaration“ der neuen Gesetzgebung wiesen darauf hin, dass „naturidentische“ Substanzen sich ganz anders verhalten. So reagierten Allergiker zwar auf die naturidentische Parfumsubstanz „Geraniol“- jedoch nicht auf den natürlichen Inhaltsstoff des Geraniols aus Rosenblüten.

9. Ätherische Öle – welches wirkt am Besten

Im sogenannten Aromatogramm kann die Wirkung von ätherischen Ölen auf unterschiedliche Bakterienarten sichtbar gemacht werden. In der Petrischale werden Bakterienkulturen mit Plättchen, die mit verschiedenen ätherischen Ölen versetzt sind, bebrütet. Je nach Größe des Randes (Hemmhof) um diese Plättchen kann die Wirkung der diversen ätherischen Öle sichtbar gemacht werden.

10. Nur 1% aller Pflanzenarten enthalten ätherische Öle

Von allen Pflanzenarten auf unserer Erde enthalten weniger als 1% ätherische Öle. Ätherische Öle werden aus allen Teilen aromatischer Pflanzen gewonnen: Aus Früchten (z.B. Fenchel), Teilen von Früchten (z.B. Macis), Blüten (z.B. Rose), Teilen von Blüten (z.B. Safran), Blütenknospen (z.B. Gewürznelke), Rinden (z.B. Zimt), Blättern (z.B. Basilikum), Blättern und Zweigen (z.B. Mandarine, Petitgrain), Rhizomen (z.B. Ingwer), Wurzeln (z.B. Angelika), Samen (z.B. Cardamom), Nadeln (z.B. Kiefer) und Holz (z.B. Sandelholz).

Die Extraktion erfolgt in den meisten Fällen durch Wasserdampfextraktion, seltener durch Kaltpressung.

Die Mehrheit ätherischer Öle müssen vor der Verwendung verdünnt werden, um potentiell gefährliche Reaktionen zu verhindern, es gibt jedoch einige Ausnahmen. Experten erkennen die folgenden als sicher an, auch unverdünnt, jedoch in kleinen Mengen: ätherisches Teebaumöl, ätherisches Öl aus deutscher Kamille, ätherisches Lavendelöl, ätherisches Rosengeraniumöl sowie ätherisches Sandelholzöl.

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem ** markierten Felder sind Pflichtfelder.