Der Fellwechsel
Mit den länger werdenden Tagen startet der Fellwechsel. Dabei entscheidet nicht nur die Temperatur, sondern vor allem die Tageslänge darüber, wann der Winterpelz abgeworfen wird. Der Wechsel verläuft je nach Rasse, Haltung und Witterung unterschiedlich – von dichtem Husky-Fell bis zum eher spärlichen Haarverlust bei Wohnungskatzen.
Probleme während des Fellwechsels
Der Fellwechsel ist für viele Tiere eine echte Belastungsphase. Während der Körper neues Fell bildet und altes Haar abstößt, kann es zu verstärktem Juckreiz, Hautirritationen und vermehrtem Haarverlust kommen. Bleiben abgestorbene Haare im Fell hängen, entstehen leicht Verfilzungen, die die Haut schlechter belüften und Entzündungen begünstigen.
Auch der Stoffwechsel arbeitet in dieser Zeit auf Hochtouren. Fehlen wichtige Nährstoffe wie Proteine, Omega-3-Fettsäuren oder Spurenelemente, zeigt sich das oft in stumpfem Fell, schuppiger Haut oder erhöhter Infektanfälligkeit. Besonders sensible, ältere oder geschwächte Tiere reagieren im Fellwechsel daher häufiger mit Unwohlsein oder einem insgesamt geschwächten Immunsystem.
Das Fell – mehr als nur Haare
Das Fell besteht aus Deck- und Wollhaaren. Während Deckhaare die Fellfarbe bestimmen, sorgt die Unterwolle für Isolation. Besonders haarlose oder wenig haarende Rassen benötigen spezielle Pflege.
Warum der Fellwechsel den Körper fordert
Schon bevor das alte Fell ausfällt, wachsen neue Haare nach und schieben es heraus. Der Organismus braucht dabei zusätzliche Energie, Proteine, Fettsäuren und Spurenelemente. Ohne ausreichende Nährstoffe leidet das Immunsystem, was besonders ältere oder geschwächte Tiere anfällig für Infektionen macht.
Schweißdrüsen nur an den Pfoten – Hunde und Katzen schwitzen über ihre Ballen, Hunde regulieren Wärme zusätzlich durchs Hecheln
Muskelzellen für Beweglichkeit – Aufstellen des Fells (z. B. bei Aufregung) oder Abwehren von Insekten (z. B. Pferde).
PH-Wert höher als beim Menschen – Hunde & Katzen haben einen neutraleren PH-Wert (5,5 – 7,5), Pferde teils sogar einen sauren Wert (4,8 – 6,8).
Aufbau der Haut
Die Haut besteht aus drei Schichten:
🟢 Oberhaut (Epidermis) – äußerste Schutzschicht
🟢 Lederhaut (Dermis) – enthält Blutgefäße, Nerven & Haarfollikel
🟢 Unterhaut (Subcutis) – speichert Energie & isoliert
